Umbra gebrannt
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Produktinformationen "Umbra gebrannt"
Umbra gebrannt – Die warme Tiefe klassischer Erdtöne
Umbra gebrannt ist eines der traditionsreichsten Pigmente in der Architektur und Kunstmalerei. Während die natürliche Umbra eher grünlich-kühl wirkt, entsteht durch das „Brennen“ (Kalzinieren) – ein Prozess des kontrollierten Erhitzens – ein tiefes, sattes Dunkelbraun mit einem deutlich rötlich-warmen Unterton. Chemisch gesehen verliert das Pigment bei diesem Vorgang sein Kristallwasser, wodurch sich die Farbe intensiviert und die chemische Beständigkeit weiter erhöht.
Warum Umbra gebrannt Ihre erste Wahl ist
Beschleunigte Trocknung in Öl: Wie alle Umbren enthält auch die gebrannte Variante einen natürlichen Anteil an Mangan. In Verbindung mit Leinöl wirkt sie als natürliches Trocknungsmittel (Sikkativ), was sie ideal für den Holzschutz und die Ölmalerei macht.
Extreme Farbtiefe: Umbra gebrannt bietet ein sehr dunkles, warmes Braun, das Oberflächen eine sofortige Wertigkeit und historische Anmutung verleiht.
Absolut Beständig: Das Pigment ist kalkecht, lichtecht und wetterstabil. Es ist resistent gegen UV-Strahlung und aggressive alkalische Umgebungen (wie in frischem Kalkputz).
Natürliche Harmonie: Als reines Erdpigment fügt es sich perfekt in ökologische Farbkonzepte ein und wirkt niemals so "hart" wie synthetische Brauntöne.
Ungiftig & Sicher: Ein reines Mineralprodukt, das ohne Bedenken in allen Wohnbereichen eingesetzt werden kann.
Anwendung & Einsatzgebiete
Wandgestaltung: Zum Abtönen von Kaseinfarben, Kalkfarben und Lehmputzen. Ideal für warme, erdige Akzentwände oder zur Erzeugung von "altweißen" Nuancen in sehr geringer Dosierung.
Holzschutz & Lasuren: Unverzichtbar für tiefbraune Holzlasuren an Fenstern, Türen oder Fachwerk. Die schnelle Trocknung ist hier ein entscheidender technischer Vorteil.
Denkmalpflege: Ein Standardpigment für die originalgetreue Restaurierung historischer Gebäude und sakraler Kunst.
Künstlerbedarf: In der Malerei wird es seit Jahrhunderten für Lasuren, Untermalungen und zur Gestaltung von tiefen Schattenpartien verwendet.
Der Unterschied: Natur vs. Gebrannt
Während Umbra natur durch seine grünliche Nuance eher "kühl" und schattig wirkt, erinnert Umbra gebrannt eher an Zartbitterschokolade oder geröstete Kaffeebohnen. Durch das Brennen wird das Pigment zudem etwas spröder und feinteiliger, was die Deckkraft oft noch geringfügig erhöht.
Verarbeitungshinweise
Einsumpfen (Wasserbasierte Systeme): Pigmente sollten nie trocken in die Wandfarbe gegeben werden. Rühren Sie Umbra gebrannt vorab mit wenig Wasser zu einem dicken Teig an. Da Erdpigmente Zeit brauchen, um die Feuchtigkeit voll aufzunehmen, empfiehlt sich ein Einsumpfen über Nacht.
Anreiben (Ölsysteme): Für eigene Ölfarben oder Lasuren reiben Sie das Pigment direkt mit Lackleinöl oder Leinöl-Standöl an.
Mischbarkeit: Umbra gebrannt lässt sich hervorragend mit Ocker, Eisenoxidrot oder Titanweiß mischen, um eine unendliche Palette an Beige-, Terrakotta- und Brauntönen zu kreieren.
Profi-Tipp von Createrra: Suchen Sie den perfekten Ton für ein gemütliches Arbeits- oder Kaminzimmer? Mischen Sie Umbra gebrannt in unsere Kasein-Marmormehlfarbe. Der tuchmatte, dunkle Braunton absorbiert das Licht sanft und schafft eine unvergleichliche Geborgenheit, ohne den Raum drückend wirken zu lassen.
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